Unser Reisetagebuch: Von Namibia bis Botswana, Selbstfahrer Safari Teil 3

Tag 7 ist wieder Umzugstag. 
Unser Weg führt uns wieder weiter Richtung Norden in den Caprivi Streifen. Unsere heutige Fahrt ist mit ca. 530 km und ca 6 Stunden unsre längste. Wir fahren zurück auf de C 38 und auf der B1 wieder Richtung Tsumeb. Dann weiter auf der C 42 in Richtung Grootfontain. Von da nehmen wir dann die B8 welche uns über Rundu bis zu unsrem Ziel ausserhalb von Rundu führt. Diese Strecke ist schon ziemlich lange und das ewige geradeaus fahren ohne die kleinste Kurve oder den kleinsten Hügel ist sehr ermüdend.
Wir hatten vor, in Rundu anzuhalten um etwas zu essen zu kaufen für die nächsten Tage, was wir uns dann jedoch anders überlegt haben. Diese Stadt war die Erste auf unsrer Reise bei der wir uns beim Durchqueren etwas unwohl fühlten. Durch die vielen politischen Flüchtlinge aus Angola ist die Stadt eher überbevölkert.
Gegen halb 2 Uhr kommen wir in der Kaisosi River Lodge an.
Die Zimmer sind in Ordnung, das Personal leider sehr uninteressiert.
Wir buchen dort noch eine Sonnenuntergangsfahrt auf dem Kavango. Diese beginnt um 16:00. Die Sonne steht noch relativ hoch und das Boot bietet kaum Schatten. Es war schweisstreibend.
Die Fahrt hat sich für uns nicht sehr gelohnt, aber der Sonnenuntergang war schön.
Die Fahrt dauerte bis ca 19:00. Danach wollten wir im Hoteleigenen Restaurant essen und entschieden uns für eine Pizza. Auf welche wir über eine Stunde warten mussten. Sie war dann auch nur mässig gut, sie füllte halbwegs unsere Mägen ;-(
Das inkludiert Frühstück war wirklich sehr schwach. ein paar Toasts, vorbereitet, schlecht warmgehaltenes Rührei und 2 Schüsseln mit umgekühltem Joghurt.
Somit checkten wir früh aus und machten uns auf den Weg in die nächste Lodge. 
Zurück zur B8 und weiter Richtung Divundu in die Nunda River Lodge.
Strecke: ca 205km, Fahrtzeit: ca 2,5 Stunden. 
Die Lodge liegt direkt am Kavangofluss und wir hatten ein schönes Chalet mit direkter Sicht auf den Fluss und die Hippos darin.
Die Lodge war sehr schön aufgebaut und verfügte auch über einen Pool.
Einziger Kritikpunkt: Die Chalets haben keinen Schlüssel und konnten somit nicht abgeschlossen werden.
Im Grunde nicht schlimm, denn es gab einen Tresor, der bestimmt für die meisten Reisenden reicht um ihre Wertgegenstände zu verwahren. Für uns jedoch reicht dies nicht mit diversem Kamera equipment und Laptop etc.
Nichts desto Trotz, haben wir den Aufenthalt genossen.


Tag 7 

Da wir so früh in der Unterkunft angekommen sind, entscheiden wir auf eigene Faust einen Gamedrive durch die Buffalo Core Area, welche Teil des Bwabwata Nationalpark ist, zu machen. Der Eintritt kostet 12 CHF für 2 Personen und ein Auto.
In diesem Park darf man nur eine Route selber fahren.
Wir haben während unseres Aufenthalts nur ein weiteres Auto gesehen.
Die Route, welche man selber fahren darf ist eher schwierig dass heisst, sehr tiefsandig und schmale schlechte Strassen.
Wir haben uns nicht sehr lange dort aufgehalten. Somit waren wir rasch zurück in der Lodge und haben dort die Zeit noch etwas genossen und für den nächsten Tag einen Gamedrive mit Guide in die Buffalo Area gebucht.

Tag 8

Heute startet unser Game Drive um 6 Uhr morgens.
Als wir morgens unser Zimmer verlassen sitzt direkt neben unserem Balkon auf einem Ast ein Giant Kingfisher. Was für ein grossartiger Morgen. Als wir möglichst leise dass Zimmer Verlassen, fliegt er jedoch weg. 
Unsere Tour in die Buffalo Area startet. Kaum hat unsere Fahrt im Park gestartet, sehen wir die ersten Elefanten, wo wir gestern nur deren  Hinterlassenschaften gefunden hatten :-) 
Heute sind wir jedoch auf der Suche nach Büffeln, welche dem Ort seinen Namen geben.
Mit Guide kommt man nun überall hin, was als Selbstfahrer nicht möglich ist. So hat es sich gelohnt, nochmals mit Guide loszugehen.
Gegen 9 Uhr, als wir schon langsam den Rückweg antreten, sehen wir sie: die Kaffernbüffel.
Ausserdem haben wir noch Kudus, Antilopen mehrere Elefanten, Karminspinte, Affen, Gabelracken und vieles mehr gesehen.
Dieser Park ist weit weniger touristisch, als andere die wir auf unserer Reise schon gesehen haben, was uns jedoch gefällt.
Gegen halb 11 Uhr sind wir zurück in der Lodge. Zeit Bilder zu sichten und uns der Bearbeitung zu widmen. 
Dies ist so ein bisschen zu unserer Routine geworden :-)

Tag 9 

Für den heutigen Tag haben wir vor unserer Weiterreise, eine Bootstour auf dem Kavango gebucht.
So ging es auch heute früh morgens los auf dem Fluss, um die Hippos vom Wasser aus zu sehen, sowie auch die Poppa Falls, die hier Flussaufwärts zu sehen sind.
Die Poppa Falls sind nicht wirklich Wasserfälle wie wir sie von hier kennen, sondern eher Stromschnellen. Wir werden am Ufer abgesetzt, sodass wir sie auch vom Land her sehen können. Wir sind während der Trockenzeit dort, somit führt der Kavango nicht sehr viel Wasser.
Unterwegs sehen wir mehrere Hippofamilien und diverse Vögel.
Wieder zurück in der Lodge, packen wir unsere sieben Sachen und checken aus.

So geht unsere Reise heute weiter durch den Caprivi in Richtung unserer nächsten Lodge: dem Camp Kwando. Die heutige Route geht durch den Bwabata National Park auf einer, wen überrascht es ;-) geraden Teerstrasse bis nach Kongola. Heute haben wir ca 240km fahrt vor uns, dass entspricht etwa 3 Stunden Fahrtzeit. 
Wir kommen gegen 14:00 im Camp an und werden freundlich und herzlich empfangen mit einem Welcome Drink. 
Unser Zimmer ist sehr hübsch eingerichtet. 
Es handelt sich hier um ein Eco- Camp, deswegen gibt es keine Klimaanlage, aber ein Ventilator, dass Wasser wird mittels der Sonne gewärmt, man hat eine Steckdose in seinem Zelt und Wlan gibt es nur im Restaurant Bereich. Uns hat es sehr gefallen.
Die Häuser sind sehr idyllisch am Fluss gelegenen über Sand erreichbar.
Ausserdem war das essen dort das beste was wir in ganz Namibia hatten :-) Wunderschön angerichtet und eifach nur lecker, ebenfalls werden Allergien oder sonstige Wünsche bezüglich des Essens hervorragend umgesetzt.
Hier im Camp lebt auch Henry, ein Hippo mit seiner Familie. Aus diesem Grund meldet man sich nach dem Abendessen bei den Mitarbeitern, um zum Zelt gebracht zu werden falls Henry in der Nähe ist. Denn: Hippos sind eher aggressiv und können an Land bis zu 45 km/h schnell rennen.

Tag 10

Auch heute beginnt unser Tag mit einem Gamedrive in den Mudumu Nationalpark. Dieser ist ca 1000 km2 gross und hat teilweise sehr schlechte Sandpisten, deswegen wird einem empfohlen, ihn nicht auf eigene Faust zu erkunden.
Wir verfolgen Spuren von Löwen, finden sie jedoch nicht. Wir sehen Elefanten, Hippos, Krokodile, Diverse Antilopen und Giraffen.

Zurück im Camp entspannen wir am Pool und kühlen uns ab.
Auch heute gibt es ein fantastisches Abendessen.

Tag 11

Es steht wider ein reiseTag an.
Heute fahren wir weiter in Richtung Botswana in die letzte Unterkunft in Namibia.
Wir fahren von Kongola Richtung Osten via Katima Mulilo zum nächsten Camp: Zambezi Mubala Lodge.
Strecke: ca 165km und ca 2 Stunden fahrt.
Wir kommen gegen 11 Uhr an und checken ein.
Gebucht ist hier eine Nacht in der Lodge und 2 Nächte im Camp. 
Wir sind überrascht als man unser Gepäck in ein Boot lädt mit dem wir ca 15 Minuten zur Lodge fahren.
Dort angekommen melden wir uns an der Rezeption und beziehen unser Zimmer.
Ein traumhaftes Zimmer mit Blich auf den Fluss.
Wir buchen für den nächsten morgen ein Bootstour auf dem Zambezi. Hier gibt es einen Brutplatz für Karminspinte/ Carmine Beeeater, wir sind gespannt.
Auch diese Lodge verfügt über einen schönen pool in dem wir uns am Nachmittag abkühlen von den heissen Temperaturen.
 

Tag 12

Um 6 Uhr sollte unsere Bootstour starten.
Wie immer sind wir überpünktlich am Treffpunkt zu unserer Freude hat sich sonst niemand zu dieser Tour angemeldet, also haben wir so eine Privattour, fantastisch!
Nur leider ist weit und breit kein Boot in Sicht. Also warten wir, jemand teilt uns mit, sie mussten das Boot wechseln, da sie zu wenig Benzin hatten. Nun gut wir warteten also, eine halbe Stunde verspätet ging es los.
Als erstes steuerten wir die Kolonie der Karminspinte an. 
Der Fahrer stoppte am Ufer und wir stiegen aus um zu Fuss zur Kolonie zu laufen.
Dort angekommen: ein überwältigendes Schauspiel. Tausende Vögel fliegen um einen herum, wir wissen garnicht worauf wir fokussieren sollen. Wir sind überwältigt und da wir die einzigen Teilnehmer sind, können wir uns soviel Zeit lassen wie wir möchten.
Dann machten wir uns auf den Rückweg zum Boot um unsre Tour auf dem Wasser fortzusetzen.
Wir sahen, Krokodile, diverse verschiedene Eisvögel und auch verschiedene Bienenfresser. Die Tour hat sich auf jedenfalls sehr gelohnt und uns sehr gefallen.

Zurück in der Lodge mussten wir unserer Sachen packen und es ging für die nächsten beiden Nächte ins Zambezi Mubala Camp wo ein Safarizelt auf uns wartete.
Dies war leider unser schlechtestes Erlebnis auf der ganzen Reise. Die Zelte waren in sehr schlechten Zustand, sowie der Pool und die gesamte Umgebung.
Wir betraten dass Zelt, darin befanden sich gefühlt 1 Million Mücken, was nicht wirklich angenehm war. Ausserdem hatte es diverse Löcher im Zelt sowie im Moskitonetz über dem Bett.
So wollten wir unsere Zeit eher draussen verbringen, der Pool war jedoch giftig grün und somit auch nicht angenehm.
Abends gingen wir ins Restaurant zum Abendessen. Wir haben eine Stunde auf eine Pizza gewartet, welche ungeniessbar war.
So beschlossen wir nach dieser Nacht, dieses Camp zu verlassen und suchten uns eine Unterkunft in Botswana in der nähe unserer nächsten Lodge. Wir baten unseren Reiseveranstalter unseren Transfer vorzuverlegen.
Das Innbegriffene Frühstück am nächsten Tag war ähnlich wie die Pizza eher ein Desaster.
Somit waren wir froh, als unser Fahrer uns abholte.

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