Unser Reisetagebuch: Von Namibia bis Botswana, Selbstfahrer Safari Teil 1 unserer Reise von Fails bis zur Faszination

Fast 3 Wochen haben wir Namibia mit unsrem Mietwagen erkundet. Hier kommt Teil 1 unserer Reise durch das südwestlich gelegene Land in Afrika: Namibia.

Unsere Reise startete am Zürich Flughafen, wo wir um 22:40 die Swissmaschiene nach Johannesburg besteigen. Mit etwas Verspätung kommen wir am nächsten Tag in Johannesburg an. Wir haben etwas mehr als eine Stunde Zeit für unseren Anschlussflug, was sich mit der Verspätung als ziemlich knapp herausstellt ;-). Somit sind wir im Flughafen Johannesburg rumgerannt um unser nächstes Abfluggate zu finden. Nichts desto trotz, haben wir unseren Anschlussflug, nicht zuletzt  mit Hilfe eines sehr freundlichen Flughafenangestellten, erwischt.
So ging es nun weiter in einem Flieger der afrikanischen Fluggesellschaft Airlink nach Windhoek in Namibia.
Windhoek ist die Hauptstadt von Namibia und liegt ziemlich zentral.Dies ist der Ausgangspunkt für viele Reisen. 
Namibia hat eine Fläche von 824'292 km2 und ist mit ca 3 Millionen Einwohnern eines der dünnsten besiedelten Länder der Welt.





Endlich angekommen in Windhoek, benötigt man als schweizer, deutsche oder österreichische Staastsbürger, seit April 2025, erst ein Visum, was uns ca. 90 Us Dollar pro Person kostet. Als wir dies auch hinter uns gebracht haben, haben wir dann festgestellt, dass unsere Koffer leider nicht mit uns gelandet sind.
Insidertipp ;-) in Afrika mögen Sie Gepäcketiketten in Papierform, digital ist nicht umbedingt gut angekommen.
Es war nicht ganz so leicht, den Umstand der verlorenen Gepäckstücke am Schalter zu erklären, hat dann jedoch funktioniert und uns wurde gesagt, die Koffer kämen mit dem nächsten Flug und würden uns in der Nacht ins Hotel gebracht.
Wir haben ab Windhoek ein 4*4 Fahrzeug für unsere Reise gemietet. Somit wurden wir von einem Fahrer abgeholt und zum Standort von Africar gebracht, wo wir den Mietwagen in Empfang genommen haben.
Uns wurde alles gut und verständlich erklärt und gezeigt, dan ging die Fahrt im Linksverkehr los in unsere erste Unterkunft Villa Violett in Windhoek. 

Soweit so gut, wir haben jedoch unsere gesamte Kapazität an Handgepäck mit Fotoausrüstung aufgebraucht und aus diesem Grund nichts an Kleidung für Notfälle dabei gehabt da wir nicht damit gerechnet hatten, das gleich garkein Gepäckstück ankommt ;-).
In unsrer Unterkunft wird kein Abendessen angeboten, Sie haben uns jedoch ein Restaurant empfohlen und ein Taxi organisiert, da uns vom Fahren in der Nacht abgeraten wurde.. 
Absolute Restaurantempfehlung: das Stellenbosch in Windhoek.



Tag 2 


Start unserer Reise Richtung Botswana, zu unserer ersten Lodge: Otijwa Safari Lodge.
Absolut schön idyllisch gelegen in einem privaten Nature Reserve.
Die Otijwa Safari Lodge umfasst eine Fläche von 12.000 Hektaren. Die Lodge ist in modernem, traditionellem Safari- Chic Stiel gehalten und verfügt über verschiedene Kategorien und Standards: Von Suiten bis Campingplätzen.
Die Mitarbeiter in der Lodge sowie auch die Guides sind sehr freundlich und zuvorkommend.
Es gibt eine Vielzahl an Aktivitäten die man buchen kann. Wir haben uns für eine Sonnenuntergangsfahrt, ein Rhino Tracking und die Nachtsafari entschieden und dies vor Ort gebucht.
An unsrem 1. Tag stand die Sonnen Untergangsfahrt auf dem Programm.
Die Ausflüge kosten alle um die 90 Us- Dollar, was wir sehr gerne bezahlt haben. Die Fahrt ging um 17:00 los und nur schon die Farben und die Ruhe der Landschaft war überwältigend. Wir haben bereits einige atemberaubende Momente mit schönen Tiersichtungen hinter uns, wir sehen Gnus, Springböcke, Warzenschweine, Giraffen uvm., als unser Guide plötzlich sagt: seht Ihr da drüben sind Nashörner! Wahnsinn was er alles erkennt. Erst sehen wir nicht viel. Fahren näher ran. Tatsächlich, da stehen sie, die sanften Riesen. Unser Guide fragt uns: ob wir alle gute Schuhe anhaben, zum Glück ist dies bei allen der Fall.
So dürfen wir aussteigen und zu Fuss näher an die Tiere herangehen, die jedoch ganz langsam und leise. 
Nashörner sehen sehr schlecht, sie riechen und hören jedoch sehr gut.
Es ist unbeschreiblich, diesen wunderschönen, seltenen und bedrohten Riesen in ihrem natürlichen Lebensraum so nahe kommen zu können. Wir fühlen uns absolut geehrt und sind dankbar, der Moment ist magisch.
Das absolute Highlight unsrer ersten Safari.

Zum Schluss der Aktivität fahren wir auf einen Hügel um uns den fantastischen Sonnenuntergang anzusehen, dazu gibt es Snacks und ein Glas Wein oder ein Bier.
Nachdem die Sonne untergegangen ist geht es zurück und der Abend klingt bei einem leckeren Abendessen aus. 
Somit geht dieser Tag zu Ende und wir sind gespannt was uns am nächsten Tag erwartet.

Tag 3

Unser Tag Startet um 5:15.
Das Rhino Tracking beginnt um 6:00 zu Sonnenaufgang.
Zu unsrer Freude, haben wir denselben Guide wie gestern.
Auch heute begegnen wir Giraffe, Warzenschweinen, Springböcken, Erdmännchen und sehen sogar 2 Löffelhunde, welche jedoch sehr scheu und schnell weg sind.
Wir bewegen uns auf den Spuren der Breitmaulnashörnern und es gilt Ausschau nach Spuren zu halten. Sobald unser Guide Frische Spuren entdeckt, dürfen wir aus dem Fahrzeug aussteigen und den Spuren zu Fuss folgen.
So sind wir eine ganze  Weile im Fahrzeug unterwegs, bis der Guide anhält und uns sagt wir dürfen nun aussteigen.
Es ist eine atemberaubende Erfahrung zu Fuss durch den Busch zu laufen. Wir legen eine grosse Strecke zurück und verfolgen die Spuren, bis wir sie schlussendlich im hohen Grass leider verlieren.
So geniessen wir noch ein "Znüni" im Busch und machen uns ohne Nashornsichtung nach ca 4 Stunden suche zurück in die Lodge um über die Mittagszeit am Pool zu entspannnen und unsrere ersten Bilder auszuwerten.
Für uns war das Erlebnis auch ohne die gewünschte Sichtung grossartig und wir würden es jeder Zeit wieder machen.

Mit dem bearbeiten von ersten Fotos vergeht die Zeit bis zum Abendessen und dem anschliessenden Night Drive.
Die Night Safari startet nach Sonnenuntergang und bereitet einem die grössten Chancen Nachtaktive Tiere sehen zu können. Wir hoffen auf die Sichtung von Raubkatzen was jedoch nicht der Fall war.

Auch die Nachtsafari war ein faszinierendes Erlebnis, auch ohne die heissersehnte Sichtung, denn das ist Natur und zeigt uns, es braucht ein fünkchen Glück.

Möchtest du mehr wissen?

Kontakt